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“Die Musik ist zu mir gekommen”

12. Juli / 19:30 - 21:00

Die Frage, wer der beiden Karls der bessere Gitarrist ist, lässt sich auf deren Niveau gar nicht mehr stellen: freuen wir uns, dass wir zwei dieser Kaliber immer wieder hören dürfen: die Rede ist von Karl Ratzer und Karl Ritter.

Über letzteren läuft im Juli ein Film an, der jedem österreichischen Musikfreund ans Herz gelegt wird: man lernt den Menschen hinter dem Musiker kennen, man genießt wunderschöne Aufnahmen, bildgewaltigen Montagen, die Karl Ritter und seine Heimat in allen Jahreszeiten beleuchten. und hört auch viele seiner Begleitmusiker sprechen. Auf die Frage wie er zur Musik gekommen sei, sagt Karl Ritter: “Es war umgekehrt. Die Musik ist zu mir gekommen und das geschah, als ich so 3 bis 4 Jahre alt war.” Den österreichischen „Extremgitarristen“ Karl Ritter hat der notierte Klang nie gereizt. „Spielen, nicht Üben“ ist sein Credo. Schon als Kind berührte er erstmals Stahlsaiten. Unter dem Pseudonym Leopold Karasek spielte er in Kurt Ostbahns „Chefpartie“. Es folgten weitgespannte Ausflüge in grobe und in sanfte Landschaften, per Resonator-, E- und Westerngitarre. Zurzeit führt ihn seine Reise durch eine Welt phantastischer Sounds, die seine Gitarren – nahezu – von selbst erzeugen: Schwingungen, Vibrationen, Rückkoppelungen, bizarre Gebilde vom Feinsten. Der Film folgt Karl Ritters Spuren, im Alltag und bei seinen Auftritten im Laufe eines Jahres. Beginnend mit seinem Projekt „Weiße Wände“, das er mit Christian Reiner und Herbert Pirker ins Leben gerufen hat, bei seinem Auftritt bei der ARS-Electronica in Linz, bei der Aufführung seiner Komposition „Soundritual“, einer kosmischen Klangreise, in der Kirche von Stockerau, zu der er die wichtigsten Avantgarde-Musiker Österreichs geladen hat. Auch bei selten gewordenen Auftritten mit der Band „Kurt Ostbahn und die Kombo“ ist die Kamera dabei sowie bei einem Konzert mit Otto Lechner begleitend zur Ausstellung über ihre gemeinsame Afrikareise. Eine Probe mit Schauspielerin Anne Bennent für ihr Poesie-Konzert „Comment dire“, sein jährliches Geburtstagskonzert mit Mamadou Diabate im legendären Porgy und Bess sind weitere Stationen der filmischen Reise. Egal ob nun im Jazz, Rock, Pop, in der Klassik, Weltmusik, Avantgarde, Improvisation oder im Bereich der elektronischen Musik, Karl Ritter ist in jeder Phase seines Tuns geleitet von der Idee, Brücken schlagen zu müssen.
Regisseur dieser schon ausgezeichneten Musikdoku ist Walter Größbauer.

Wien-Premiere: 12. Juli, Stockerau: 13. Juli, Kinostart: 13.07.

Details

Datum:
12. Juli
Zeit:
19:30 - 21:00

Veranstaltungsort

De France
Schottenring 5
1090 Wien,
+ Google Karte
Website:
www.votivkino.at/f_defr.htm