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TaW: Premiere von Tosca

18. Januar / 19:00 - 22:00

Hauptrolle für die die lettische Sopranistin Kristine Opolais

Am 18. Jänner wird es eng für die VBW-Verantwortlichen. Während im Raimund Theater die erste Vorstellung des Blockbuster „Miss Saigon“ startet, feiert im Theater an der Wien „Tosca“ in der Inszenierung von Burgdirektor Martin Kušej Premiere.
Giacomo Puccini legte mit seiner fünften Oper Tosca ein Werk vor, das ihm zwar Erfolg brachte, die Gesellschaft aber spaltete. Verismo war zwar auch damals keine Neuheit mehr, aber derart brutal ist es wohl selten in einer Oper zugegangen: Mord, Folter und Liebe, Eifersucht und Leidenschaft – alles ist im Übermaß vorhanden.
Hauptvorwurf gegenüber dem Verismo war, es sei eine Form des  Sensationstheaters platter Machart; Effekthascherei, wäre der heutige Begriff dafür. Julius Korngold nannte Tosca ein „Quälodrama“, Richard Specht „verlogenstes  Kolportagetheater“. Die einhellige Meinung der zeitgenössischen Kritiker war:  musikalisch zu derb und zu wenig poetisch. Erst nach 1945 wurde die Geschichte um die tief gläubige Tosca, den leidenschaftlichen Cavaradossi und den sadistischen Scarpia psychologisch interpretiert.
Zu dem Drama auf der Bühne erklingen im   Orchestergraben pointierte Charakterzeichnungen der Figuren, aber – wie gewohnt bei Puccini – auch lyrische Wendungen und wunderschöne Melodien, die diesen Opern-Schocker einmalig machen.

Giacomo Puccinis Politkrimi Tosca. “Diese Geschichte handelt von Abhängigkeit und Verfall, von einem von Neurotikern besetzten Machtapparat, von der moralischen und materiellen Zerstörung des Individuums in der Gesellschaft”, merkt Burgtheaterdirektor und Regisseur Martin Kušej an. Seine Tosca ist die lettische Sopranistin Kristine Opolais, die an der Seite des chilenischen Tenors Jonathan Teleman als Cavaradossi ihr Theater an der Wien-Debüt gibt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ingo Metzmacher. Es spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien.

TOSCA – Oper in drei Akten (1900)
Musik von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica, nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Neuproduktion des Theater an der Wien
Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher, aufgrund einer Krankheit springt Marc Albrecht ein
Inszenierung: Martin Kušej
SängerInnen: Kristine Opolais, Jonathan Tetelman, Ivan Zinoviev, Andrew Morstein
RSO Wien, Arnold Schoenberg Chor

Premiere: 18. Jänner 2022, 19:00 Uhr
Aufführungen: 21. | 23. | 26. | 28. | 30. Jänner 2022 | 19.00 Uhr
Einführungsmatinee: 16. Jänner 2022, 11.00 Uhr

Der ORF zeigt eine Aufzeichnung der Tosca am 28. Jänner um 21:20 auf ORF 2 und sendet einen Radiomitschnitt am 5. Februar um 19.30 Uhr im Programm Ö1.

Details

Datum:
18. Januar
Zeit:
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort

Theater an der Wien
Linke Wienzeile 6
1060 Wien,
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Webseite:
https://www.theater-wien.at/