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WMA: Domestic-Offensive

Franz Pleterski, Marketing Manager Warner Music Austria über seine Pläne mit heimischen Musikern im Jahr 2015

Warner Music Austria verstärkt in jüngster Zeit sein Engagement für lokales Repertoire. Wieso gerade jetzt diese Initiative?
FRANZ PLETERSKI: Es gibt einfach viel Talent, – zum Teil auch mit dem Potenzial international zu funktionieren – in der heimischen Szene. Wir richten in der ganzen Region Central Europe mehr Augenmerk auf lokales Repertoire. Warum genau jetzt? Hat sicher zum Teil mit den handelnden Personen zu tun, zum anderen Teil bietet es sich momentan einfach an. Die Nachfrage ist vermehrt da, das Angebot war „gefühlt“
noch nie so zahlreich und auch so gut.
Mit Left Boy gelang ein geglückter Start. Wie geht es mit diesem Künstler in den kommenden Monaten weiter?
PLETERSKI: Ja, Left Boy hat in Österreich aber auch über die Grenzen hinaus einiges erreicht. Auf Anhieb ein Top 3 Album in Österreich ist schon was! Left Boy arbeitet an neuen Tracks. Mehr kann ich zur Zeit
noch nicht verraten.
Gibt es schon weitere Acts aus Österreich im Warner Artist-Roster?
PLETERSKI: Wir haben vor ein paar Wochen Tagträumer unter Vertrag genommen. Anfang 2015 wird die neue Single erhältlich sein, das Album erscheint im Frühjahr. Wir haben große Pläne, klarerweise inklusive einer Veröffentlichung in Deutschland. Wie schon gesagt wollen wir uns in Zukunft mehr dem Domestic Repertoire widmen. Es gibt viel Talent in Österreich. Wir sprechen momentan mit mehreren Künstlern und hoffen den einen oder anderen für uns gewinnen zu können.
Was erwartet sich Warner von einem verstärkten Domestic- Repertoire?

PLETERSKI: Ich erwarte mir natürlich einen gewissen Erfolg in den ersten Jahren, auf den man dann aufbauen kann und in weiterer Zukunft eine „gesunde Mischung“ aus lokalem und internationalem
Repertoire“
Wie reagieren die Medien – allen voran Ö3 auf frisches lokales Repertoire?
PLETERSKI: Frisch und gut gemacht ist auf alle Fälle überall gerne willkommen. Zumindest hört man sich mehr an und ist bereit, zu diskutieren. Die Kunst ist es aber generell keine „Eintagsfliegen“ zu produzieren sondern zuzusehen – im eigenen Interesse – sich neue Stars aufzubauen. Da müssen sich auch Medien mehr angesprochen fühlen, die oft Künstler nach einer Single fallen lassen. Egal ob national oder international. Kommen diese Stars aus dem eigenen Land ist es umso schöner. Der Support im eigenen Land hat aber auf alle Fälle zugenommen. Man hat
scheinbar die Vorteile (Wertschöpfung, Zuspruch in der Gesellschaft, Künstler greifbar… ) aber auch das Talent erkannt.
Auch in Deutschland widmet sich Warner Music verstärkt lokalen Acts – welche Erfolge wurden bisher verbucht bzw. was darf man aus Deutschland künftig erwarten?

PLETERSKI: In Deutschland, wie auch in der gesamten Region Central Europe, spielt Domestic Repertoire eine große Rolle. Diese Jahr konnten wir zB. mit Robin Schulz einen Weltstar aufbauen. Acts wie Beatsteaks oder Roger Cicero konnten dieses Jahr ebenso mit tollen Albumperformances und ausverkauften Konzerthallen sich aufs Neue beweisen. Neu unter Vertrag genommen haben wir zB. Ferris MC, der
nächstes Jahr ein Album auf den Markt bringen wird.