Große Freude bei den GewinnerInnen
Es gleicht wie immer einem Klassentreffen: Die Verleihung der Amadeus Awards ist die beste Party des Jahres für die Musikbranche und die gesamte „Schule“ ist da: von den Newcomern bis zu den „Reiferen“.
Unter dem Motto „All Eyes on Music“ richtete sich am 6. März der Blick ganz auf die heimische Musikszene. Die Amadeus Austrian Music Awardsa feierten jene Künstler:innen, die das vergangene Jahr mit ihren musikalischen Leistungen geprägt haben. Neben der Verleihung der 14 Kategoriepreise sorgten vielseitige Bühnenperformances für eine ausgelassene Stimmung in der Wiener Marx Halle. Tom Neuwirth alias Conchita Wurst führte mit Charisma, Witz und Glamour durch die Show.
Als größter Musikpreis des Landes sind die AAMAs ein jährlicher Fixpunkt für die Branche und ein Highlight für ein breites Fernsehpublikum. In diesem Jahr gingen 52 nominierte Artists, darunter 16 Debütant:innen, ins Rennen um die begehrten Trophäen. Am Ende konnten sich 13 verschiedene Künstler:innen und Bands durchsetzen. Die einzige Doppel-Auszeichnung dieses Jahres sicherten sich Seiler und Speer. Damit zeigt sich die Szene so vielfältig wie selten zuvor.
Große Namen und neue Stimmen
Der Amadeus für das Album des Jahres eine der begehrtesten Kategorien, wurde dem markanten Pop-Trio folkshilfe für ihr fünftes Studioalbum „bunt“ verliehen.
Der Ö3 Song des Jahres ging an Pizzera & Jaus für ihren Hit „Zweifelturm“, mit dem sie zwei Wochen lang Platz 3 der Österreich Charts belegten. Die Rapperin NENDA stand bereits vor der Veranstaltung als Gewinnerin des FM4 Awards fest und nahm ihre erste Amadeus-Trophäe entgegen. Ebenfalls erstmalig ausgezeichnet wurde die Newcomerin Caro Fux. Sie erhielt den Preis AKM/AUME Songwriter des Jahres für ihren Song „Aff im Kopf“.
Für exzellente Tonstudioproduktion steht die Kategorie Best Sound präsentiert von FAMA. Hier entscheidet eine Expert:innenjury über den Gewinn. In diesem Jahr ging diese Auszeichnung an die international erfolgreiche Band Klangkarussell für ihr Album „Petrichor“.
Zum 10-Jahre-Jubiläum ihres Erfolgsalbums „Ham kummst“ spielten Seiler und Speer u.a. ein ausverkauftes Stadionkonzert. Dafür gab es nun bei den AAMAs den Preis oeticket Live Act des Jahres. Das Duo konnte sich außerdem als einziger Act in diesem Jahr doppelt freuen: Auch die Genre-Kategorie Pop/Rock haben sie für sich entschieden.
Titelverteidiger:innen in mehreren Genres
Beim Amadeus zeigt sich: Wer sein Genre über Jahre hinweg prägt und konstant Exzellenz liefert, wird auch immer wieder ausgezeichnet. Bereits im letzten Jahr gewann Singer-Songwriterin OSKA den Amadeus in der Kategorie Alternative und konnte sich hier auch heuer wieder durchsetzen. Zwei Seriensieger:innen bei den AAMAs sind RAF Camora, der nun zum neunten Mal Hip Hop/ Urban für sich entschied, sowie Melissa Naschenweng, die ihre Erfolgssträhne in der Kategorie Schlager/Volksmusik seit 2020 fortsetzt.
Die Wiener Band 5/8erl in Ehr’n holte sich zum siebten Mal den Titel für Jazz/World/Blues. Als einer der erfolgreichsten Artists in der Geschichte der AAMAs erweitert Parov Stelar nach ein paar Jahren Pause nun seine Sammlung um eine weitere Amadeus-Trophäe für die Kategorie Electronic/Dance.
Mit ihrem kompromisslosen „Vulvarock“ holen sich Vulvarine erstmals den Sieg in der Kategorie Hard & Heavy. Und nach ihrer energiegeladenen Performance bei der Show zu urteilen, könnte das erst der Auftakt zu einer neuen Erfolgsserie bei den AAMAs gewesen sein.
Große Bühne, große Momente
Neben den Preisverleihungen bereicherten insgesamt elf Live-Acts den Abend und sorgten mit ihren Auftritten für ein abwechslungsreiches Programm voller musikalischer Höhepunkte: Alexander Eder, BIBIZA, Esther Graf & NESS, Ina Regen, Lemo, Lena Schaur, NENDA, PÄM, Vicky und Vulvarine brachten mit ihren unterschiedlichsten Sounds die Halle zum Beben. Ein Line-up, das zeigte, wie facettenreich die New-Generation der österreichischen Musik klingt.
Den feierlichen Abschluss der AAMAs 2026 bildete die Verleihung des Amadeus für das Lebenswerk: Unter großem Applaus nahm Peter Cornelius die ehrenvolle Auszeichnung von Peter Janda entgegen und zeigte sich in seiner Dankesrede gleichzeitig kritisch als auch optimistisch. Eine würdiger Preisträger!
Die Gewinner:innen der Amadeus Austrian Music Awards 2026 im Überblick
• Album des Jahres präsentiert von Coca-Cola – „bunt”, folkshilfe
• Ö3 Song des Jahres – „Zweifelturm“, Pizzera & Jaus
• FM4 Award – NENDA
• oeticket Live-Act des Jahres – Seiler und Speer
• AKM/AUME Songwriter des Jahres – „Aff im Kopf“, Caro Fux
Musik & Text: Caro Fux, Tamara Olorga, Ricardo Bettiol
• Best Sound präsentiert von FAMA – „Petrichor“, Klangkarussell
Recording: Adrian Held, Tobias Rieser, Nikodem Milewski
Mix und Mastering: Nikodem Milewski, Mischa Janisch
Künstlerische Produktion: Tobias Rieser, Adrian Held, Dennis White, Nikodem Milewski, Jordan Haller, Enes Gürisik
Aufnahmestudio: Klangkarussell Studio
Misch- und Masteringstudio: Nikodem Milewski
• Alternative – OSKA
• Electronic/Dance – Parov Stelar
• Hard & Heavy – Vulvarine
• Hip Hop/Urban – RAF Camora
• Jazz/World/Blues – 5/8erl in Ehr’n
• Pop/Rock – Seiler und Speer
• Schlager/Volksmusik – Melissa Naschenweng