50 Jahre Sommerspiele Perchtoldsdorf – Jubiläumsproduktion 2026

Ein schmerzlich vermisster Liebling des Wiener Theaterpublikums: Fabian Krüger
(Foto: Jan Frankl)
„Ein unvergessliches und unvergängliches Werk … so steht es einsam und überragend in seiner Zeit.“ Stefan Zweig
Getragen von Till Eulenspiegels unvergänglich freiem Geist, den er kompromisslos, wortgewaltig und voller Witz in jeder Lebenslage zu verteidigen weiß, feiern die Sommerspiele Perchtoldsdorf ihr 50-jähriges Jubiläum. Erneut bereitet ein hochkarätiges Team ein spartenübergreifendes Theaterereignis vor. Wie in den erfolgreichen Spielzeiten zuvor, entsteht ein Abend, an dem Schauspiel, Musik und faszinierende Bildwelten zu einem atmosphärisch dichten Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die Sommerspiele haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie den Mut zu großen Themen besitzen und auf ein Publikum zählen können, das bereit ist, sich berühren und überraschen zu lassen. Die Abende in Perchtoldsdorf strahlen weit über den Ort hinaus. „Till Eulenspiegel“ wird diese Linie fortsetzen.
Ein Theaterabend mit Humor, Leichtigkeit und Tiefgang
Im Mittelpunkt steht diesmal Till Eulenspiegel – eine der streitbarsten, geistreichsten und zugleich geheimnisvollsten Figuren der europäischen Kulturgeschichte. Die Geschichte folgt Charles de Costers legendärem Roman, der Till Eulenspiegel aus der volkstümlichen Überlieferung in den historischen Kontext des Freiheitskampfes stellt und ihn als unwiderstehlichen Freigeist, als unbeirrbaren Wahrheitsrufer und als unerschrockenen Menschenfreund zeichnet.
Ein faszinierender Theaterabend, der Humor und Leichtigkeit mit Tiefgang und gesellschaftspolitisch relevanten Themen verbindet: unterhaltsam, poetisch und in jeder Hinsicht inspirierend. „Till Eulenspiegel“ wird 2026 nicht als harmloser Schelm erscheinen, sondern als lebendige, freie, radikale Kraft, die dem Publikum direkt begegnet – Till, der uns einen geistvollen Spiegel vorhält, der Wahrheit huldigend, wo man sie am wenigsten erwartet.
Die Musik und die bildende Kunst werden wie in den Jahren zuvor zu einer wichtigen, surrealen Handlungsebene. Choreografische Bilder, rhythmische Impulse und atmosphärische Kompositionen lassen das Innere der Figuren nach außen treten. Im Zusammenspiel mit kunstvollen Kostümen wird eine kraftvolle Erlebenswelt erschaffen, die zwischen Historie und Gegenwart vermittelt.
Till Eulenspiegel: Theaterstück nach dem Roman von Charles De Coster
Alexander Paul Kubelka: Intendanz / Regie / Bühne
Premiere: 2.07.
Termine:
Matinee, 21.06.
2.7.-1.8.