Ein Buch wie ein heiterer Fernsehfilm, in dem es viele schöne Bilder, witzige Ideen, nachvollziehbare Gedanken gibt, aber wo insgesamt die Tiefe fehlt. Für Wien-Aficinados eine willkommene Lektüre – vom Café Liebling über die Angewandte zu den Steinhofgründen sind allesamt Plätze beschrieben, die zu besuchen es sich lohnt.
Inhaltlich ist einiges sehr klischeehaft, die hübsche Alleinerzieherin mit Faible für jungen Filmstudenten, die Freundin mit Villa in Altaussee und die Tochter, die lieber in Leipzig studiert sind Figuren, die einem komplett egal sind. Am meisten Interesse bringt man für den Raben Toni auf und das ist auch der große Pluspunkt der Geschichte: die Veränderungen, die die Biologin an dem Vogel erkennt und die Gedanken, die sie dabei entwickelt.
Insgesamt eine leicht lesbare Lektüre, die sich gut für die kommenden Badetage eignet.
Felicitas Prokopetz: Schon schwankte die Welt (Eichborn) Euro 22,-