Festkonzert im Schloss Kammer

Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck (Foto: Reinhard Winkler)
Mit Musik von Biber, Beer und Bach entfaltet sich im Schloss Kammer ein Festkonzert von außergewöhnlicher dramaturgischer Spannung: ein Abend, der barocke Klangwelten zwischen Kriegsszenen, Klage und triumphierender Festlichkeit hörbar macht. Bibers berühmte Battalia zeichnet ein kraftvolles, beinahe theatralisches Klanggemälde voller rhythmischer Schärfe und instrumentaler Überraschungen. Darauf antwortet Johann Beer mit seiner Soldatenklage „Nulla salus bello“, einer eindringlichen Miniatur über die Ausweglosigkeit des Krieges.
Mit der Serenade „Der Nachtwächter“ öffnet Biber einen anderen Blick auf die Welt: ein nächtliches Panoramastück voller feiner Farben, leiser Humorlinien und barocker Lebendigkeit – ein atmosphärischer Ruhepunkt zwischen den großen Affekten. Bachs Kantaten führen den Abend schließlich ins Licht: festliche Klanggesten, pulsierende Rhythmen und jene unverwechselbare Strahlkraft, mit der Bach musikalische Feierlichkeit formt.
Getragen vom Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck und einem exzellenten Solist:innenensemble Johanna Rosa Falkinger, Alois Mühlbacher, Daniel Johannsen, Stefan Zenkl,wird Schloss Kammer zum Resonanzraum barocker Energie – ein Abend voller Pauken, Pracht und musikalischer Tiefenschärfe.