Claudia Wohlgenannt: neue Fachvertretungsvorsitzende der   Film- und Musikwirtschaft Wien 

Da die bisherige Vorsitzende Brigitte Matula gesundheitsbedingt eine Auszeit macht, hat Claudia Wohlgenannt mit 12. November den Vorsitz der FIMU – Film- und Musikwirtschaft in Wien übernommen. Die engagierte Filmproduzentin ist bereits seit über 10 Jahren ehrenamtlich in der Wirtschaftskammer aktiv, und das sowohl in Wien an der Seite von Brigitte Matula als auch auf Bundesebene.
(Foto: Studewey)

Für die neue Vertreterin kommen multiple Herausforderungen auf die Branche zu, wie sie in einem ersten Statement schreibt:
„Multiple Krisen und Kriege, die kein Ende zu nehmen scheinen, prägten das heurige Jahr. Den Mut nicht zu verlieren, erweist sich als besondere Herausforderung. Dem Bereich Kino hat dieses Jahr die Abschaffung von ÖFI+ sehr zugesetzt, der Sparplan der Regierung im kulturellen Bereich schwächt die gesamte Film- und Musikbranche und zuletzt lösten Themen, die die Interessenvertretung betreffen, nachvollziehbares Unverständnis aus.

Deshalb ist es umso wichtiger festzuhalten, dass die Fachvertreter:innen
1 überwiegend mit ehrenamtlichen Funktionär:innen arbeiten
2 den Mitgliedern ein gutes Service, branchenrelevante Inhalte, aktuelle Themen und gute Netzwerkveranstaltungen bieten wollen
3 immer demokratisch legitimiert und transparent agieren
4 und die Finanzierung der Fachvertretung mit einem (ausgeglichenen) Jahresbudget vonstattengeht, das vom Fachverband Film- und Musikwirtschaft autonom beschlossen wird.

Alle Unternehmerinnen und Unternehmer zahlen Mitgliedsbeiträge für eine Interessenvertretung, an die – nicht zuletzt aufgrund der Pflichtmitgliedschaft – die höchsten ethischen Standards anleget werden sollen und dürfen. Als Unternehmerin hält Claudia Wohlgenannt fest, dass sie eine große Befürworterin der verpflichtenden Mitgliedschaft ist, weil nur so die starke und gute österreichische sozialpartnerschaftliche Tradition erhalten werden kann!
„Aber ‚Macht braucht Kontrolle‘, und Sie als Mitglieder haben sich die bestmögliche Interessenvertretung verdient. Auch wir als gewählte Funktionär:innen, von denen sehr viele ehrenamtlich arbeiten, sehen eine starke Interessenvertretung als sehr wichtig an.
Die WKÖ Vizepräsidentin Martha Schulz verspricht in einer aktuellen Aussendung einen umfassenden Erneuerungsprozess mit fünf Handlungsfeldern:
1 Aufgaben- und Angebotsreform
2 Struktur- und Organisationsreform
3 Wahlrechtsreform
4 Transparenzoffensive
5 Finanzierungsreform

Auch ich bin überzeugt davon, dass die Wirtschaftskammer nur von innen heraus verändert werden kann. Insofern wende ich mich mit einer Bitte und einem Versprechen an Sie: 
Ich und meine Kolleg:innen der Film- und Musikwirtschaft stehen voll und ganz hinter einer ernsthaften Reform der WKO und werden diesen Prozess nach Kräften begleiten und unterstützen. Dazu bitte ich weiterhin um Ihr Vertrauen und lade Sie bei Interesse auch gerne zur Mitarbeit ein: Wenn Sie konkrete Anregungen, Wünsche oder Anliegen haben, kontaktieren Sie uns bitte! Wir nehmen unsere Aufgabe als Ihre gewählten Vertreter:innen ernst und hören Ihnen zu!“
Claudia Wohlgenannt MBA