Diagonale: Die ersten Preise sind vergeben

Preise für Robert Styblo & Pavel Cucioc (Foto: Miriam Raneburger)

Die ersten Preisträger während des Festivals der Diagonale sind die Franz Grabner-Preise für Dokumentarfilme. In ihrer Festrede beschrieb die Schriftstellerin Nava Ebrahimi die besondere Kraft von Dokumentarfilm wie folgt: „… alles, was der Film erfährt, erfahren auch wir selbst. Und weil wir diese Erfahrung selbst machen, können wir sie nicht mehr ignorieren. Wir kommen einem guten Dokumentarfilm nicht aus. Nachdem wir ihn gesehen haben, sind wir ein kleines bisschen jemand anders, als davor.“

Die Jury 2026, bestehend aus Antje Boehmert (Produzentin & Autorin, DE), Jakob Brossmann (Filmemacher & Bühnenbildner, AT) und Karin Moser (Filmwissenschaftlerin, AT), hat aus je drei nominierten Produktionen in den Kategorien Kinodokumentarfilm sowie Fernsehdokumentarfilm / TV-Serie / Webformat je eine:n Filmschaffende:n, für deren im ethischen und moralischen Sinne verantwortungsvollen und glaubwürdigen Umgang mit dem Medium prämiert. Der Franz-Grabner-Preis wurde im Rahmen der Diagonale ’26 zum neunten Mal vergeben und ist mit jeweils € 5.000 dotiert — gestiftet von AAFP und ORF. Das Preisgeld ist für die Entwicklung des Folgeprojektes der Preisträger:innen vorgesehen.

Ausgezeichnet in der Kategorie Kinodokumentarfilm:
Pavel Cucioc für Grünes Licht
Ausgezeichnet in der Kategorie Fernsehdokumentarfilm / TV-Serie / Webformat:
Robert Styblo für Österreich unter dem Regenbogen 

 

Drehbuchpreise: Carl Mayer & Thomas Pluch

„Die Carl-Mayer- und die Thomas Pluch Drehbuchpreise zählen zu den bedeutendsten filmischen Auszeichnungen des Landes. Dass sie bereits zum feierlichen Festinventar der Diagonale gehören, erfüllt uns gleichermaßen mit Freude und Stolz, richten sie doch ihre Aufmerksamkeit auf eine der essenziellen Voraussetzungen für jeden guten Film: die gelungenen Scripts und ihre Autor:innen,“ so das Intendant:innen-Duo des Festivals Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar.
Die Jury des Carl-Mayer-Drehbuchpreises 2026 bestand aus Felix von Boehm (Produzent, DE), Sebastian Höglinger (Juryvorsitzender, AT), Klemens Hufnagl (Kameramann, Drehbuchautor, Vorjahrespreisträger, AT), Alexandra Makarová (Drehbuchautorin, Regisseurin, AT) und Françoise von Roy (Dramaturgin, DE).

Carl Mayer Drehbuchpreise

Hauptpreis mit € 15.000 dotiert:
 Hans –or–Don’t Buy Me in the Grave, Treatment von Peter Pflügler
Förderpreis
mit € 7.500 dotiert:
|Wurzel und Wind, Treatment von Reza Rasouli

Thomas Pluch Drehbuchpreise 

Die internationale Jury des Thomas Pluch Drehbuchpreises 2026 bestand aus Lorenz Dangel (Filmkomponist & Musiker, DE), Milan Dor (Drehbuchautor & Dramaturg, AT) und Kyra Scheurer (Dramaturgin & Kuratoirn, DE).
Hauptpreis mit € 12.000 dotiert, für das Beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten), an:
Rose  von Markus Schleinzer und Alexander Brom
Spezialpreis mit € 7.000 dotiert, für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abend-füllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten), an:

 Teresas Körper |von Magdalena Chmielewska
Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme, mit € 3.000 dotiert, für das Beste Drehbuch für einen Kinospielfilm mit einer Mindestlänge von 15 bis max. 70 Minuten, an:
Ein Unfall  von Angelika Spangel und Sophia Wiegele

Mabacher Award | 2026
Für den Besten inklusiven Film, dotiert mit € 5.000

Baba, What’s Your Plan? von Tolga Karaaslan |

Der Filmpreis soll das Andenken an den Aktivisten Martin Habacher (1977–2019) bewahren, eine inklusive Filmkultur stärken und diskriminierungsfreie Bildsprache verankern. Prämiert wird ein herausragender Film, der Menschen mit Behinderungen inklusiv repräsentiert und damit Barrieren in der Gesellschaft abbaut. Das Preisgeld ist für die Entwicklung des Folgeprojektes der Preisträger:innen vorgesehen.