Diagonale: Resümee & weitere Preise

Verdienter Schauspielpreis an Valerie Pachner (Foto: Harald Wawrzyniak)

Das Festival des österreichischen Films fand vom 18. bis 23. März zum 29. Mal in Graz statt – erneut unter der Leitung von Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar. Die Diagonale ’26 verzeichnete eine Auslastung von 75,24 Prozent, was einen Anstieg von gut zwei Prozent zum Vorjahr bedeutet. Mit 31.049 Besucher:innen wurde ebenfalls ein erfreulicher Anstieg erreicht (2025: 30.000). Damit bestätigt das Festival des österreichischen Films seine Rolle als Fixpunkt der Grazer Kulturszene und der österreichischen Film- und Kulturbranche.

„Die Diagonale hat, so meinen wir, auch in den vergangenen Tagen wieder gezeigt, was kulturelle Verdichtungsräume hervorbringen können: eine Öffentlichkeit in produktiver Spannung. Es war eine politische Ausgabe, eine, die den Diskurs nicht nur zugelassen, sondern aktiv gesucht hat – über einzelne Filme hinweg, im Resonanzraum mehrerer Arbeiten, und immer wieder auch über das Kino hinaus. Wir haben uns über die vollen Kinosäle gefreut – gerade bei Filmen, die herausfordern. Und über die unerwarteten Allianzen, die sich gebildet haben: lose Zusammenschlüsse, flüchtige Übereinkünfte, manchmal Freundschaften. Festivals sind Orte, an denen sich Gemeinschaft nicht nur zeigt, sondern erst formiert – und dabei fortwährend erweitert. Danke an die Filmemacher:innen, Produzent:innen und Verleihern, die uns erneut ihr Vertrauen geschenkt haben. Und nicht zuletzt Dank an unser außergewöhnliches Team, das unsere Diagonale möglich gemacht hat. Wir freuen uns auf die Jubiläumsausgabe 2027!“ 
— Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar, Festivalleitung

Ein wahrer Preismarathon
Im Rahmen der Diagonale wurden auch 2026 Österreichs höchstdotierte Filmpreise mit gesamt rund € 128.500 durch internationale Jurys verliehen und dadurch die Vielzahl an Leistungen, die mit der Herstellung eines Filmes verbunden sind, gewürdigt. Insgesamt waren 82 Filme im Wettbewerb vertreten. Präsentiert wurden wie gewohnt lange sowie kurze Spiel- und Dokumentarfilme, als auch der Innovative Film – eine Vielzahl der Filme im Wettbewerb feierte im Rahmen des Festivals in Anwesenheit der Filmemacher:innen auf den Grazer Kinoleinwänden die Österreich- oder Weltpremiere, genaugenommen 70 Produktionen.

| Franz-Grabner-Preis |
| Kodak Analog Preis |
| Mabacher Award | (neu)
| Carl-Mayer-Drehbuchpreise |
| Thomas Pluch Drehbuchpreise |
| Diagonale Awards |
| Kleine Zeitung Publikumspreis |

Verleihung der Diagonale Preise
Der Preis Schauspieler ging schon vorab an Hilde Dahlik.

Bester Spielfilm
Angela Summereder: B wie Bartleby

Bester Dokumentarfilm
Tolga Karaaslan: Baba, What’s Your Plan? / Baba, Ne Yapmayı Düşünüyorsun

Bester Innovativer Film/Experimental- oder Animation
Georg Petermichl: Amature Enlightenment

Bester Kurzspielfilm
Franz Quitt: Closed for the Virus Break

Bester Kurzdokumentariflm
Sophie Bösker Motherigine

Bester Nachwuchsfilm
Sebastian Kubelka: 64 km von daheim

Beste künstlerische Montage/Spielfilm
Anna Garncarczyk: Teresas Körper

Beste künstlerische Montage/Dokumentarlfilm
Bettina Blickwede: Mit Ästen bis zum Himmel

Beste Bildgestaltung/Spielfilm
Johannes Hoss: Licht, kein Licht

Beste Bildgestaltung/Dokumentarlfilm
Stefan Neuberger: Mit Ästen bis zum Himmel

Bestes Sounddesign/Spielfilm
Daniel Strube: Licht, kein Licht

Bestes Sounddesign/Dokumentarfilm
Peter Kutin: Mit Ästen bis zum Himmel

Beste Filmmusik/Spielfilm
Tara Nome Doyle: Rose

Beste Filmmusik/Dokumentarlfilm
Yuri Nosenko A Russian Winter

Bestes Szenebild/Spielfilm
Kristine Vitola: White Snail

Bestes Kostümbild/Spielfilm
Lena Oger: White Snail

Großer Schauspielpreis
Valerie Pachner: Vier minus drei

Weiterer Schauspielpreis
Julia Franz Richter: Welcome Home Baby sowie Mother’s Baby

Produktion
Gebhardt Productions: Aufputzt is
April April Filme: Noch lange keine Lipizzaner