Die Europäische Kommission hat einen Bericht angenommen, der die Bewertung der Creative Europe Programmperiode 2014-2020 sowie die Mid-Term Evaluierung des aktuellen Programms umfasst. Er zeigt, dass „Creative Europe“ erfolgreich zur Wahrung der kulturellen Vielfalt sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kultur- und Kreativbereichs und des audiovisuellen Sektors beigetragen hat. Darüber hinaus förderte das EU-Flagship Programm die europaweite Zusammenarbeit, schaffte neue Perspektiven über nationale Grenzen hinweg und bezog dabei zunehmend auch kleinere Länder mit ein.
Im Medienbereich waren europäische Filme und Serien, die durch den MEDIA-Zweig gefördert wurden, über Fernsehen, Kino und Video-on-Demand deutlich besser zugänglich – 9,5-mal, 6,6-mal bzw. 3,2-mal so gut wie vergleichbare EU-Produktionen, die nicht durch MEDIA gefördert wurden. Gleichzeitig unterstützte der Kulturzweig des Programms über 1.800 Projekte mit 6.700 Organisationen und finanzierte fast 500.000 Mobilitätstage für Künstler Innen und Kulturschaffende, wodurch deren Werke über nationale und sprachliche Grenzen hinweg verbreitet werden konnten.
Die gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds umgesetzte Garantieförderung für den Kultur- und Kreativsektor mobilisierte Kredite in Höhe von fast 2 Milliarden Euro und reduzierte die Finanzierungslücke um bis zu 30 %.
Ihr Erfolg ebnete den Weg für die Einführung von MediaInvest, einem Eigenkapitalinstrument für den audiovisuellen Sektor. 2021 begann Creative Europe zudem mit der Förderung hochwertiger Nachrichtenmedienprojekte, um Medienunabhängigkeit, Pluralismus und Medienkompetenz zu stärken.
Der Bericht betont, dass die Finanzierung weiterhin entscheidend ist, um die Medien sowie den Kultur- und Kreativsektor bestmöglich zu unterstützen, damit dieser sein volles Potenzial ausschöpfen und sich an die erheblichen Herausforderungen in den Bereichen Markt, Technologie und anderen Bereichen anpassen kann. Gleichzeitig soll der Zugang zu vielfältigen kulturellen Inhalten über Grenzen hinweg erweitert werden.
Der Bericht umfasst die Abschlussbewertung des Programms 2014–2020 sowie die Halbzeitbewertung des laufenden Programms.