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Buchpräsentation: Florian Horwaths neuer Roman

Für wen schreibt man Tagebuch?
Spätestens seit Wolfgang Herndorfs „Tschick“ sind einem die jungen Ausreißer bekannt, die sich nicht der Gesellschaft anpassen wollen, recht flexibel die Gesetze auslegen und sich ganz alleine auf die Suche nach ihrem Selbst machen wollen. In diesem Fall ist es die positive Vaterfigur, die der Erzähler nie erleben durfte.
Der junge, eigensinnige Damian liebt es zu fischen und kennt seine Köder besser als alles andere. Damian begibt sich ohne Wissen seiner Mutter auf eine atemberaubend psychedelische Mission nach Polen und Rumänien, trifft einen Berufs-Guru und den Zigeunerbaron und schießt sich ein Auge aus. Damians einziger Verbündeter ist Joe, er ist Damians bester Freund und DJ. Der eine schweigt, der andere spricht.
Florian Horwath weiß worüber er schreibt, ist begeisterter Hobbyangler, Musiker, Familientherapeut und hat ein Händchen für gelungene Formulierungen. Kleiner Tipp: langsam lesen, sonst ist man viel zu schnell fertig! Und schön, dass es in Österreich nun einen Verlag gibt, der viel auf Musik setzt und Schreibern wir Horwath ein Podium bietet.
Florian Horwath: Als ich einmal blind wurde (Milena Verlag) Euro 25,-