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Ein Klassiker beim Klassiker

17. Juni / 20:15 - 22:00

Das Ministerium der Wahrheit (Foto: Daniela Matejschek)

65 Jahre Sommerspiele Melk
Das älteste Sommertheaterfestival Niederösterreichs kann auf eine ununterbrochene Aufführungsfolge seit 1961 zurückblicken und startet nun in seine 66. Spielsaison.
Gegründet als ambitioniertes Projekt von Helene Thimig, der Witwe von Max Reinhardt, konnten sich die Sommerspiele Melk rasch als feste Größe im heimischen Kulturbetrieb etablieren und ziehen Jahr für Jahr ein treues wie neugieriges Publikum an.
Wurde zu Beginn noch vor der Stiftsfassade und dem Gartenpavillon des Stifts Melk gespielt, steht seit dem Jahr 2000 mit der Wachauarena eine Spielstätte mit unvergleichlicher Kulisse zur Verfügung.

Zwischen Dystopie und Hoffnung
Orwells moderner Klassiker ›1984‹ ist Ausgangspunkt für die heurige Theaterproduktion. Im Auftragswerk des Autors Jérôme Junod entsteht eine faszinierende Mischung aus Dystopie und Hoffnung. Thematisiert werden u.a. eine totalitäre Welt, Wissenschafts-Skepsis, der Umgang mit Fake News und die ständige Überwachung („Big Brother is watching you“…).

Eine Welt der Zwangsfröhlichkeit
Das Stück entführt in ein scheinbar perfektes System: Wohlfühl-Ambiente, staatlich verordnete Grillabende und eine Gesellschaft, die sich in einer Scheinwelt eingerichtet hat. Über verschiedene Kanäle – Information, Unterhaltung und mehr – wird das Leben gesteuert. Doch was passiert, wenn eine Bürgerin plötzlich nicht mehr an das Empfangsgerät angeschlossen ist? Aus dieser Störung erwächst die zentrale Frage: Wie kann man das System untergraben? Wie stellt sich die/der Einzelne gegen die totale Kontrolle?

Alleinstellungsmerkmal: Chor
Neben dem Schauspiel wird in der heurigen Produktion verstärkt Live-Musik als dramaturgisches Element eingesetzt: Der Konzertchor Niederösterreich unter der Leitung von Flora Königsberger interpretiert Musik von Jakob Kammerer, der dem Melker Publikum als umtriebiger Schlagzeuger und Obmann des Jazzclub Melk bekannt ist. In seinen Kompositionen für >Das Ministerium der Wahrheit< setzt er sowohl A-cappella-Gesang als auch Percussion ein.

1984
Jérôme Junod | Buch
Alexander Hauer I Regie
mit Thomas Frank, Doris Hindinger, Aaron Karl,
Isabella Knöll, Sonja Romei, Christina Scherrer, Giuseppe Rizzo,
Konzertchor Niederösterreich
Premiere: 17. Juni 2026
Weitere Termine: 19.6., 27.6., 3.7., 4.7., 16.7., 22.7., 23.7., 31.7., 1.8.
Infos unter www.sommerspielemelk.at

Kooperation mit der Schallaburg
Fortgesetzt wird die enge Zusammenarbeit zwischen den Sommerspielen Melk und der Schallaburg, die ab 11. April 2026 ganz im Zeichen der 1980er Jahre steht. Beide Produktionen der Sommerspiele (Schauspiel & Musikrevue) widmen sich 2026 inhaltlich diesem Jahrzehnt voller Gegensätze, Umbrüche und Inspiration.
Eintrittskarten von den Sommerspielen Melk berechtigen zum freien Eintritt zur Ausstellung >80er – Grenzen waren gestern< auf der Schallaburg (noch bis 15. November 2026).
Mit einer einmaligen Eintrittskarte für die Schallaburg-Ausstellungen erhalten Besucher:innen 15% Ermäßigung auf den Kauf einer Karte für das Sprechstück der Sommerspiele Melk.

 

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