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Medea in der Kammeroper

17. März / 19:00 - 22:00

Alles in der Kammeroper anhören, solange es noch geht (Foto: Peter M.Mayr)

Kindsmörderin, Rächerin, Diebin – unter den Frauenfiguren der antiken Mythologie gehört Medea zu jenen, die im Laufe der Jahrtausende am meisten Ablehnung und Verurteilung erfahren haben. Dabei opfert die kolchische Prinzessin ihrer Liebe zum Griechen Jason fast alles: Sowohl ihre Familie als auch die Heimat muss sie zurücklassen, als sie ihm hilft, das goldene Vlies zu rauben. Auf der langen Flucht durch den Mittelmeerraum werden zwei Kinder geboren. In Korinth, wo man der Familie Asyl gewährt, verlässt Jason Medea zugunsten seiner Jugendliebe. Die tief getroffene Medea tötet daraufhin die eigenen Kinder.

Nachdem die Barockoper Medea meist als rasende Furie dargestellt hatte, ergriff um 1820 Franz Grillparzer in seiner Trilogie Das goldene Vlies Partei für sie, und spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts wagt die Kulturgeschichte einen anderen Blick auf die bis dahin verschriene Figur: So wurde etwa angeprangert, dass ihre Geschichte stets aus männlicher Sicht erzählt wurde, in der eine die maskuline Welt ins Schwanken bringende Figur natur- gemäß nicht ohne Vorurteile dargestellt wurde.

Gemeinsam mit Dirigent Benjamin Bayl geht die Regisseurin Corinna von Rad dem Mythos auf den Grund und fragt, wie eine Medea-Erzählung anno 2026 aussehen kann. Auf der Basis der zahlreichen – vorwiegend barocken – Vertonungen und Theatralisierungen des Stoffs entsteht ein Abend, der auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ins Visier nimmt.

Team
Musikalische Leitung: Benjamin Bayl
Inszenierung: Corinna von Rad
Bühne: Ralf Käselau
Kostüm: Sabine Blickenstorfer
Licht: Franz Tscheck
Dramaturgie: Christian Schröder

Musiktheaterprojekt mit Texten von Euripides, Franz Grillparzer u. a. und Musik von Georg Friedrich Händel, Marc-Antoine Charpentier u. a.
mit Lisa-Katrina Mayer, Johannes Bamberger, Johanna Rosa Falkinger, Alois Mühlbacher, Felix Pacher, Hannes Schöggl
Bach Consort Wien
CAMPUS-Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Termine
So 01.03. 11 Uhr Einführungsmatinee
Di 17.03. 19 Uhr Premiere
Do 19.03. 19 Uhr
Sa 21.03. 19 Uhr
Mo 23.03. 19 Uhr
Do 26.03. 19 Uhr
Sa 28.03. 19 Uhr
Mo 30.03. 19 Uhr
Mi 01.04. 19 Uhr
In italienischer, französischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln, Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn

Details

Veranstaltungsort