Premiere: „Das tragische Schicksal der Sonate Nr.2“

Claudia Kottal & Augustin Groz
Als Chopin seine Marche funèbre komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass sie einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah.
Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen Lina Majdalanie und Rabih Mroué stellen sich in „Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2“ (Premiere am 15. Mai im Volkstheater Bezirke) die Frage: Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird – wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird?
Mit unnachahmlicher Schärfe, feinem Humor und einem tollen Zwei-Personen-Cast – Claudia Kottal, u. a. bekannt aus „CopStories“ sowie Max Ophüls-Preisträger Augustin Groz – sezieren Majdalanie und Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik.
Das tragische Schicksal der Sonate Nr.2
Uraufführung
von Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Regie Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Koproduktion mit den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Premiere: 15. Mai 2026, 19:30 Uhr im VZ Brigittenau
danach auf Tour durch die Wiener Bezirke