ORF-Gebühr: Kein Beitrag für EPU

Ab 1. Jänner 2024 sind kommunalsteuerpflichtige Unternehmen verpflichtet, einen ORF-Beitrag zu bezahlen. Die Höhe dieses Beitrags richtet sich nach der Summe der Arbeitslöhne und danach, ob Landesabgaben zu entrichten sind.
Ab 1. Jänner 2024 weicht diese geräteabhängige Gebühr dem neuen ORF-Beitrag, der geräteunabhängig anfällt und alle Hauptwohnsitz-Adressen jeweils einmal zur Beitragsleistung verpflichtet. Nebenwohnsitze sind von der Beitragspflicht ausgenommen, aktuelle Rundfunkgebührenbefreiungen gelten weiter.
Der Beitrag wird 15,30 Euro monatlich ausmachen – in einzelnen Bundesländern [nach heutigem Stand B, K, St, T] kommt eine Landesabgabe hinzu, die diesen Beitrag entsprechend erhöht.

Ein-Personen-Unternehmen (EPU) unterliegen als Betriebe nicht der Beitragspflicht, werden aber häufig als Privatpersonen beitragspflichtig sein, wenn sie ihren Hauptwohnsitz an derselben Adresse haben wie ihr Unternehmen.
Neben privaten Einzelpersonen müssen auch alle kommunalsteuerpflichten Unternehmen – also alle Betriebe, die Mitarbeiter beschäftigen – einen ORF-Beitrag leisten. Ausschlaggebend für die Höhe des jeweils fälligen Beitrags ist die Summe der Arbeitslöhne je Gemeinde und Jahr. Auf Basis der vom Finanzministerium übermittelten Daten der Kommunalsteuererklärungen wird errechnet, wie viele ORF-Beiträge zu zahlen sind:

■ bis 1,6 Mio. Euro: 1 Beitrag
■ bis 3 Mio. Euro: 2 Beiträge
■ bis 10 Mio. Euro: 7 Beiträge
■ bis 50 Mio. Euro: 10 Beiträge
■ bis 90 Mio. Euro: 20 Beiträge
■ mehr als 90 Mio. Euro: 50 Beiträge

Beitragszahler aus dem betrieblichen Bereich (Firmenteilnehmer) werden von der GIS automatisch per 31.12.2023 abgemeldet.