Radio top, Social Media flop

Die erstmals gemeinsam von RMS Austria und ORF-Enterprise durchgeführte Werbeakzeptanzstudie 2025 zeigt Radio im positiven Licht. Es soll damit eine Einordnung der heimischen Werbelandschaft gezeigt werden, die durch die Übermacht der globalen Big-Tech-Firmen zunehmend unter ökonomischen Druck gerät.
Anhand von 2.047 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ Befragten bestätigen sich Trends aus internationalen Studien in der gemeinsamen Vorstellung des privaten und öffentlich-rechtlichen Vermarkters für den österreichischen Markt.
Globale Plattformen haben die Anzahl der Werbebotschaften, mit denen ein durchschnittlicher Konsument täglich konfrontiert ist, auf rund 6.000 erhöht und damit auch den Wettbewerb um Aufmerksamkeit für Werbetreibende verschärft. Die ökonomische Schieflage hat sich in den letzten Jahren zum Nachteil der heimischen Medienlandschaft weiter zugespitzt:

Seit 2023 ziehen die globalen Plattformen mehr Werbegelder aus Österreich ab als alle heimischen Medien zusammen lukrieren. Im zurückliegenden Jahr haben die Big-Tech-Firmen bereits 2,7 Milliarden Euro und damit 60 Prozent des rot-weiß-roten Werbekuchens vereinnahmt. Mit der erstmals publizierten Werbeakzeptanzstudie geben RMS Austria und ORF-Enterprise Werbetreibenden und Agenturen Orientierung im zunehmend fragmentierten und digitalisierten Medienangebot.

„Mit einer durchschnittlichen Hördauer von 3:15 Stunden täglich ist Radio nicht nur der vertraute Tagesbegleiter, sondern auch die verlässliche Informationsquelle. Das Vertrauen in das Medium zahlt auf die hohe Glaubwürdigkeit der Werbebotschaften ein, die in den privaten und öffentlich-rechtlichen Radioangeboten täglich gehört werden“, fasst RMS-Austria-Geschäftsführer Mario Frühauf zusammen. Er ergänzt: „Das geringe Vertrauen in soziale Medien und YouTube ist aus internationalen Untersuchungen bekannt. Mit der Werbeakzeptanzstudie präsentieren wir erstmals stichhaltige Zahlen für den österreichischen Markt.“

Die hohe journalistische Qualität, der regionale Bezug und das kuratierte Programm festigen die Bedeutung von Radio im Mediamix als hochwertiges und vertrauenswürdiges Werbeumfeld. Die Empfangbarkeit auf einer Vielzahl von Verbreitungswegen und Endgeräten bringt Radio noch näher zu den Menschen und sorgt für eine konstant hohe und intensive Nutzung. Der Radiotest ist eine harte Währung mit transparenten, auditierten Daten, der Werbetreibenden Sicherheit und Transparenz gibt. Die Werbeakzeptanzstudie unterstreicht die Bedeutung des Radios in der Medien- und Kommunikationslandschaft“, hebt Heinz Mosser, CFO der ORF-Enterprise, hervor.

Ein Drittel der Österreicher erachtet Werbung in Printmedien und drei von zehn Befragten Werbung im Radio als glaubwürdig. Mehr als ein Viertel attestiert Werbebotschaften im Broadcaster-Umfeld – sowohl am Big Screen als auch in den Sendermediatheken – Glaubwürdigkeit.
Weniger als ein Fünftel schätzt Werbung auf YouTube (18,1 Prozent) oder in sozialen Medien (17 Prozent) als glaubwürdig ein. Analog zu zahlreichen Erhebungen im europäischen Ausland, unterstreicht die Werbeakzeptanzstudie die Bedeutung des qualitativ hochwertigen Umfelds für die Wahrnehmung der ausgespielten Werbung.
Für die eigenen Inhalte genießt Radio in Österreich das höchste Vertrauen unter allen Mediengattungen: 55,5 Prozent der Österreicher vertrauen den redaktionellen Angeboten der heimischen Radiosender privater und öffentlich-rechtlicher Natur. Broadcaster belegen den zweiten Platz (47,9 Prozent) im Vertrauens-Ranking vor Printmedien (46,4 Prozent). Das geringste Vertrauen genießen soziale Medien (11,7 Prozent).
Das ausgeprägte Vertrauen zu Hörfunkangeboten ist kein österreichisches Spezifikum: Im aktuellen Eurobarometer 2025 sind Radiosender ebenfalls die Sieger (68 Prozent) in Sachen Vertrauenswürdigkeit vor Broadcastern (61 Prozent) und Print (59 Prozent).
Auch hier bilden Social Media das Schlusslicht mit einem Vertrauenswert von nur 29 Prozent – weit weniger als die Hälfte des Vertrauenswertes der Radiosender.

Die Werbeakzeptanzstudie wurde von RMS Austria, dem größten privaten Audio-Vermarkter, im Zeitraum 24. September bis 2. Oktober 2025 erstmals durch Marketagent erhoben. Repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung (P 14+) wurden 2.047 Menschen im Rahmen von Computer Assisted Web Interviews (CAWI) befragt.
Weitere Informationen auf rms-austria.at