Tag - Filmsymposium

Vienna.Doku.Day.26’: Hybride Gestaltungsweisen

REAL FICTION – Re-Constructing Reality
: Hybride Gestaltungsweisen im Dokumentarfilm
 ist das Hauptthema des heurigen VDD

Der Vienna.Doku.Day.2026 widmet sich in seiner 9. Ausgabe einem spannenden Themenbereich, der im dokumentarischen Arbeiten zusehends an Bedeutung gewinnt:  Hybride Gestaltungsweisen erweitern das Storytelling von TV-Dokus als auch von Kinodokumentarfilmen.

Hybride Dokumentarfilme nutzen Darstellungstechniken des narrativ-fiktionalen Films wie etwa dramatisierende Reenactments, animierte Sequenzen etc. Was sind die Prämissen solcher hybrider Erzählweisen? Was gewinnt man durch den Einsatz von Gestaltungsmittel „zweierlei Herkunft“? Solchen und ähnlichen Fragen sollen am VDD beantwortet werden, um rauszufinden, was dies für die Kreativen als auch für Produzent*innen bedeutet und wie sich in vielen TV-Formaten das Reenactment als unverzichtbares Element des Storytelling bereits etabliert hat.

Den Auftakt macht der ehemalige ZDF/3sat-Redakteur Udo Bremer mit der diesjährigen  Keynote und wird vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung das Thema umreißen und in den VDD einführen.
Ein wesentlicher Teil des VDD bleiben die „Best Practise“ Beispiele und der inhaltliche Austausch mittels einer kompetenten Moderation, welche erstmalig Maya Reichert übernehmen wird, die stellvertretende Leiterin des DOK.fest München.

Die erste Case Study widmet sich dem Kinodokumentarfilm Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war, anhand dessen die ganz spezielle Gestaltungsweise und die Arbeit mit Schauspielerin Sandra Hüller an der fiktionalen Erzählebene erörtert wird.
Die zweite Case Study widmet sich der „Universum History“-Doku Vom Paradies in die Hölle – Schwarze Menschen im Nationalsozialismus, neben den spannenden inhaltlichen Aspekten soll die vielgestaltige Erzählweise und die spezifischen Reenactments, die in den Salzburger Take 2 Studios realisiert wurden, analysiert werden .

Wie sich das Verhältnis von dokumentarischer Beobachtung, Inszenierung und Rekonstruktion entwickelt hat und welche unterschiedlichen hybriden Formen daraus entstanden sind, wird die Medienwissenschaftlerin Christine Lang darlegen.

Wenn man die filmische Konstruktion von Wirklichkeit betrachtet, so liegen das Phänomen der Fake News sowie die ambivalenten Gestaltungsmöglichkeiten durch KI nicht weit entfernt, was mit einem Input durch den Filmmacher Erec Brehmer und seine diesbezüglich einzigartige Expertise beleuchten werden soll.

Folgende Gäste haben bereits zugesagt:
Regina Schilling (Regisseurin), Carina Mergens (Editorin), Nicole Baum (ZDF/3sat), Stefanie Daubeck (Regisseurin & Produzentin), Felix Brandstetter (Take 2 Studios), Caroline Haidacher (ORF), Erec Brehmer (Regisseur), Christine Lang (Medienwissenschaftlerin), Stephanie Fuchs (Autlook Filmsales)

In der Mittagspause sowie beim Get-Together am Ende der Veranstaltung gibt es wieder ausreichend Gelegenheit mit den Experts und Panelgästen ins Gespräch zu kommen. Das Programm wird laufend aktualisiert, nachzulesen auf der Homepage.

Freitag 16. Oktober 2026  10:00 – 18:30 Uhr

Haus der Wiener Wirtschaft | Straße der Wiener Wirtschaft 1, 1020 Wien
 

Der VIENNA.DOKU.DAY ist eine Initiative der Fachvertretung Film- und Musikwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien und erfolgt in Kooperation mit dok.at – Interessengemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm. Die Teilnahme am VDD ist kostenlos, die Anmeldung ist ab sofort möglich: anmeldung@viennadokuday.at.