25 Jahre Dokufilme auf 3sat

Aus der Weltreise wurde eine Doku

Seit 25 Jahren zeigt 3sat einmal wöchentlich – seit 2016 montags um 22.25 Uhr – auf dem Sendeplatz “Dokumentarfilmzeit” das breite Spektrum dokumentarischen Arbeitens mit Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anlässlich des Jubiläums präsentiert 3sat vom 19. bis zum 23. November 2018 im Rahmen der Themenwoche “25 Jahre Dokumentarfilmzeit” täglich drei Dokumentarfilme in seinem Abendprogramm.
Zum Auftakt erzählt der Dokumentarfilm “Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt” (Deutschland 2017, Regie: Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier) die Erlebnisse eines jungen Paares, das mit der Handykamera im Gepäck zu einer Reise um die Welt aufbrach, mit dem Vorsatz, nicht zu fliegen. Voller Erfahrungen kehrten sie dreieinhalb Jahre später zu dritt zurück. Ihr Film, der zunächst nur für Freunde und Familie gedacht war, lief 2017 schließlich in den Kinos und ist am Montag, 19. November 2018, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung in 3sat zu sehen. Im Anschluss um 22.20 Uhr folgt die Erstausstrahlung “Erich und Schmitte – Entscheidend is am Beckenrand” (Deutschland 2018, Regie: Stefan Eisenburger und Hannah Dörr, Janina Jung, Carina Mergens). Seit Jahren gehen Erich Liesner (86) und Hans-Jürgen Schmidt (68) gemeinsam schwimmen. Mit viel Humor und einer gehörigen Portion “Weiter geht’s!” erzählt der Film von ihrem Training, ihrer Freundschaft und den Beschwerden des Alters. Um 23.40 Uhr folgt Peter Hellers Langzeitbeobachtung “Cool Mama“.
Am Dienstag, 20. November 2018, 20.15 Uhr, zeigt 3sat den Schweizer Dokumentarfilm “Im Schatten des Glücks”. Filmautor Hanspeter Bäni begleitet den schweren Alltag der Bauernfamilie Epp – ein Heimatfilm jenseits aller Stereotypen. Danach geht es in die USA: Um 22.25 Uhr begleitet Marieke Schröder in “Country Roads – Der Herzschlag Amerikas” die Country-Singer-Songwriter Justin Townes Earle, John Carter Cash Junior und Caitlin Rose. Um 23.55 Uhr zeigt der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm “Above and Below” von Nicolas Steiner in einfühlsamen Porträts das Leben von Außenseitern in den USA. Ein dokumentarischer Trip nach Las Vegas, an den Salton Sea und in die Wüste Utahs.
Wie wollen wir sterben? Und wie wollen wir (nicht) leben? Am Mittwoch, 21. November 2018, 20.15 Uhr, zeigt Eva Wolf in ihrem Dokumentarfilm “Intensivstation” die tägliche Arbeit in einer modernen Klinik. Um 22.25 Uhr gibt der Film “Ueli Maurers Pommes-Frites-Automat” Einblick in das Leben eines schrulligen Schweizer Bauern, der an sich glaubt, und um 23.35 Uhr erzählt Ulrich Grossenbacher in seinem Film “Messies – Ein schönes Chaos” von exzessiven Sammlern.
Am Donnerstag, 22. November 2018, 20.15 Uhr, geht Markus Imhoof in seinem Film “More than Honey – Bitterer Honig” dem Bienensterben von Kalifornien bis China auf den Grund. Um 22.25 Uhr wagt John Webster mit “Die Welt ist noch zu retten?! – Little Yellow Boots” einen Blick in die Zukunft und zeigt, warum man trotz Klimawandel und Donald Trump optimistisch bleiben sollte. Um 0.00 Uhr zeigt der österreichische Dokumentarfilm “Unser täglich Brot” von Nikolaus Geyrhalter zum Rhythmus von Fließbändern und Maschinen eindringliche Bilder von der industriellen Nahrungsmittelproduktion.
Als Edward Snowden im Januar 2013 die erste verschlüsselte Mail unter dem Namen “Citizenfour” an Regisseurin Laura Poitras schickt, beginnt eine der größten Enthüllungen des Jahrzehnts. 3sat zeigt den gleichnamigen Dokumentarfilm am Freitag, 23. November 2018, um 20.15 Uhr. Thailand, Bangladesch und Mexiko: “Whores’ Glory” von Michael Glawogger begleitet um 22.30 Uhr den Alltag von Prostituierten, der eben nicht nur aus Zwangsprostitution und Gewalt besteht. Und zum Abschluss der Themenwoche um 0.20 Uhr erzählt Ulrich Seidl in “Im Keller” Geschichten von Menschen, die ihren Obsessionen im Versteckten nachgehen.

3sat, 19.-23. November, 25 Jahre Dokumentarfilmzeit