Preisvergabe Diagonale 2019

Auch damit wurden die PreisträgerInnen beglückt (Foto: Raneburger)

Insgesamt wurden bei dem österreichischen Filmfestival Diagonale in Graz 17 Preise vergeben, im Wert von mehr als € 185.000. Alle PreisträgerInnen erhielten darüber hinaus ein Kunstwerk der Künstlerin Anna Paul. Auffallend ist der hohe Frauenanteil bei den ausgezeichneten Filmen und der bei der Preisvergabe anwesende Kulturminister Gernot Blümel gab trotz hartnäckiger Nachfrage keine konkrete Antwort wie eine mögliche, zukünftige Finanzierung des ORF aussehen könnte. Expliziter die beiden erfolgreichen Diagonale Leiter Sebastian Höglinger & Peter Schernbaumer, die ihren ehemaligen oberösterreichischen Landeshauptmann Pühringer mit folgenden Worten zitierten: „Kultur kostet, aber Unkultur kostet viel mehr.“

Und für diese Filme haben sich die Juries als die besten in der jeweiligen Kategorie entschieden:

Großer Diagonale-Preis des Landes Steiermark (€ 21.000)
Bester Spielfilm
Sara Fattahi für Chaos

Großer Diagonale-Preis des Landes Steiermark (€ 21.000)
Bester Dokumentarfilm
Nathalie Borgers für The Remains – Nach der Odyssee

Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz (€ 10.000)
Bester innovativer Film, Experimental- oder Animationsfilm
Jennifer Mattes für Wreckage takes a holiday

Diagonale-Preis Kurzspielfilm (€ 5.500)
Bester Kurzspielfilm
Raphaela Schmid für Ene Mene

Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm der Diözese Graz-Seckau (€ 4.000)
Bester Kurzdokumentarfilm
Johannes Gierlinger für Remapping the origins

Diagonale-Preis der Jugendjury des Landes Steiermark (€ 4.000)
Bester Nachwuchsfilm
Nicolas Pindeus für Zufall & Notwendigkeit

Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Filmschnitt aea (je € 3.000, gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden)
Beste künstlerische Montage Spielfilm
Peter Schreiner für Garten
Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm
Arthur Summereder für Die Tage wie das Jahr

Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes österreichischer Kameraleute AAC (je € 3.000, gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden)
Beste Bildgestaltung Spielfilm
Klemens Hufnagl für Bewegungen eines nahen Bergs
Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm
Christiana Perschon für Sie ist der andere Blick

Diagonale-Preis Sounddesign des Verbandes österreichischer Sounddesigner/innen VOESD (je € 3.000, gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden)
Bestes Sounddesign Spielfilm
Pia Dumont für Angelo
Bestes Sounddesign Dokumentarfilm
Florian Kindlinger für Erde

Diagonale-Preis Szenenbild und Kostümbild des Verbandes österreichischer Filmausstatter/innen VÖF (je € 3.000, gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden)
Bestes Szenenbild
Andreas Sobotka und Martin Reiter für Angelo
Bestes Kostümbild
Carola Pizzini für Joy

Diagonale-Schauspielpreise in Kooperation mit der VdFS (je € 3.000, gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden) für einen bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin sowie
eines österreichischen Schauspielers in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale’19
Joy Alphonsus für Joy
Simon Frühwirth für Nevrland

Preis „Außergewöhnliche Produktionsleistungen“ der VAM – Verwertungsgesellschaft für Audiovisuelle Medien für außergewöhnliche Produktionsleistungen im Bereich Film (€ 20.000)
Der Preis wird geteilt und geht ex aequo an:
Mona Film für Womit haben wir das verdient?
Planet Watch – Film and Video Productions für Manaslu – Berg der Seelen

Kodak Analog-Filmpreis (€ 1.500, Sachpreis)
Der Preis geht an eine/n Filmschaffende/n, in dessen/deren Œuvre die
Arbeit mit analogem Film eine zentrale Rolle spielt:
Leena Koppe (Kamerafrau Der Boden unter den Füßen)

Außerdem wurden noch die Drehbuchpreise veliehen und zwar:

Carl-Mayer-Drehbuchpreis
Hauptpreis € 15.000
„Der Tag, an dem der Regen kam“ – Treatment von Jessica Lind
Förderpreis € 7.500
„Full House“ – Treatment von Ulrike Kofler

Thomas Pluch Drehbuchpreis
Hauptpreis € 12.000
Murer – Anatomie eines Prozesses – Drehbuch von Christian Frosch
Spezialpreis der Jury € 7.000
Nevrland – Drehbuch von Gregor Schmidinger
Preis für kurze oder mittellange Kinospielfilme € 3.000
Die Schwingen des Geistes – Drehbuch von Albert Meisl